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15.06.2007 |
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Seit dem 21-jährigen bestehen des Hungaroring ist Rezső Bulcsu (57) fester Bestandteil des Hungarorings. Anfangs als Sekretär des Ungarischen Auto- und Motorsportverbandes, später als Direktor der Rennstrecke, und seit einigen Jahren als Chef des Organisationsbüros für alle Motorradveranstaltungen. Sein aktuelles Projekt: das 7. internationale KTM-Festival. Herr Bulcsu, den Hungaroring kennen die meisten als Formel 1 Rennstrecke. Haben auch Motorräder auf dieser Strecke Ihre Berechtigung?
Ja natürlich! Die meisten Veranstaltungen am Ring sind Motorrad-Events. Wir haben zum Beispiel zweimal im Jahr Alpen-Adria Cup Läufe. Da stehen 300 Rennfahrer aus 16 Nationen am Start. Aber wir hatten hier auch schon Superbike WM-Läufe und sogar zwei MOTO-GP Rennen, Anfang der 90-er. Wir veranstalteten hier nicht weniger als 14 Europameisterschaften und als Besonderheit mehrere Seitenwagen-WM-Läufe.
Gab’s auch was für die offroad Fans?
Natürlich. Noch im Jahr 1990 haben wir hier einen Enduro WM-Lauf ausgerichtet, bei dem das Gelände des Hungaroring eine zentrale Rolle spielte. Und im Juli 2002 hatten wir ein Motocross EM-Lauf für die 85-er Kategorie. Wissen Sie wer unser Sponsor war? KTM. Die Motocross-Strecke ist also wirklich ein historischer Grund fürs Festival.
Ok, man sieht, dass die Profis hier gut aufgehoben sind. Aber wie sieht es mit den Amateuren aus?
Gut, dass Sie das fragen. Ich bin überzeugt davon, dass auch der „durchschnittliche“ Motorradfahrer auf die Rennstrecke sollte. Hier kann er sicher und unter Aufsicht die Grenzen seiner Maschinen und nicht zuletzt die Grenzen des eigenen Könnens ausloten. Ringfahren vermittelt Sicherheit im Straßenverkehr, deshalb versuchen wir möglichst viele Gelegenheiten zu schaffen, wo die „normalen“ Fahrer bei uns fahren können. Wir haben oft Track Days, wo man gegen Gebühr am Ring fahren kann, aber auch unsere Fahrstunden am Abend, wo man eine Stunde vor Sonnenuntergang Gas geben darf, sind sehr populär. Wer sich noch sportlicher bewegen will, kann an der, für Amateuren ausgeschriebenen, Dunlop Trophy teilnehmen. Diese findet fünf mal im Jahr statt.
Wie wichtig ist das KTM Festival für Sie?
Ich sage Ihnen Eines: Wir hatten schon viele große Veranstaltungen hier, aber eine so große wie das KTM Festival wahrscheinlich wird, noch nie. Ich und unsere Partnerfirmen arbeiten mit Volldampf daran, dass es für die Besucher ein einzigartiges Erlebnis wird. Wer das KTM Festival im September besucht, wird die drei Tage niemals vergessen.
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